Einträge in Partei
Torsten Schätz zum Vorsitzenden gewählt

SPD-Arbeitsgemeinschaft für Bildung wählt neuen Vorstand

Torsten Schätz leitet ab sofort die Arbeitsgemeinschaft für Bildung der SPD in Bielefeld. Auf der Jahreshauptversammlung wählten ihn die Delegierten einstimmig zum neuen Vorsitzenden. Der Leiter der Martin-Niemöller-Gesamtschule ist auch Mitglied im Bielefelder Parteivorstand. Die AG-Bildung der SPD soll unter anderem Impulse für die kommunalpolitische und landespolitische Bildungspolitik setzen. Als Stellvertreter stehen ihm der Erzieher Daniel Schenk sowie der ehemalige Gesamtschullehrer und Gewerkschafter Bernd Bretthauer-Aue zur Seite. Den erweiterten Vorstand komplettieren die Ratsfrau Ayla Avvuran, der schulpolitische Sprecher der Ratsfraktion, Frederik Suchla sowie Detlef Jürgens, Tassilo Knauf und Jesco von Kuczowski. Torsten Schätz folgt als Vorsitzender auf Thomas Wandersleb, der nicht erneut für den Vorstand kandidierte. Er dankte seinem Vorgänger für seinen engagierten Einsatz und vor allem dafür, die AG-Bildung vor einigen Jahren wieder ins Leben gerufen zu haben. Neben den Vorstandswahlen wurden Schätz, Avvuran, Bretthauer-Aue und Suchla zu Delegierten für die Landesdelegiertenkonferenz gewählt.

Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Bildung der SPD Bielefeld

Thomas Welskopp: Mehr Geschichte, aber ohne falsche Nostalgie

Ursula Bitzegeio • 24. August 2021

Die Sozialdemokratie solle mehr Geschichte wagen. Davon war der Historiker Thomas Welskopp überzeugt. Nun ist der Beobachter und Analytiker der Arbeiter*innenbewegung im Alter von 59 Jahren gestorben.

Die historisch-politische Arbeit der Sozialdemokratie und ihrer Bewegungen lebt seit über 150 Jahren nicht nur von der Würdigung ihrer Stars oder der Erzählung ihrer Stürme, Gesänge und Erfolge. Sie lebt von der kritischen Selbstreflexion und der besonderen Sensibilität ihrer Erzähler*innen. Ein besonderer Beobachter und Analytiker der Arbeiter*innenbewegung ist der Historiker Thomas Welskopp, der geschichtswissenschaftlich und persönlich immer wieder gute Gründe gefunden hat, ihr seine ungeteilte wissenschaftliche Aufmerksamkeit zu schenken.

Der Geschichte „schonungslos öffnen“

In einer von ihm selten gewählten Textsorte einer geschichtspolitischen Empfehlung schreibt er der Sozialdemokratie ins Stammbuch, dass sie ihrer schwindenden gesellschaftspolitischen Akzeptanz des 21. Jahrhunderts mit einem „Mehr“ an Geschichte begegnen solle, um aus einer „Walhalla angestaubter Mythen“ heraus und in die kritische Auseinandersetzung mit der Tradition, deren Kontinuitäten und epochalen Brüche einzutreten. Denn für ihn speist sich die angemessene Berücksichtigung ihrer Historie in Forschung, Kultur und Politik unbedingt und nach wie vor aus ihren progressiven Anfängen: Die Soziale Demokratie steht für gesellschaftliche Emanzipation, die Interessenvertretung derjenigen, die für die Gesellschaft arbeiten, für politische Aktivität der „einfachen Leute“, für Gerechtigkeit und Humanität. Sie habe widersprüchliche Charaktere hervorgebracht, die vielfach „eckig“ waren, aber auch Inspiration für politische Weiterentwicklung.

In der historischen Bilanzierung stehen demgegenüber die „Zahl der politischen Irrtümer und Fehler“, die im „angestaubten Erinnerungsbestand“ der Sozialdemokratie ausgeblendet oder im „retrospektiv historisch Feindbild“ polemisiert werden. Die Geschichte der Sozialen Demokratie und ihrer Bewegungen sollte sich ihrer Geschichte „schonungslos öffnen“, ohne „falsche Nostalgie und ohne Scheuklappen“, für Welskopp ist sie „bewegt und farbig, mit vielen überraschenden Facetten – und durchaus hin und wieder mit Anlass für Stolz“.

Experte, Freund, Verbündeter

Thomas Welskopp selbst hat in seinen sozial-, intellektuell- und kulturgeschichtlichen Forschungen zur Geschichte der Arbeiter*innenbewegung, zu transatlantischen Bündnissen und Lebenswelten der Arbeitenden immer wieder wissenschaftliche Angebote gemacht, damit nachwachsende Erzähler*innen ihre Arbeit mit der nötigen theoretisch reflektierten Tiefenschärfung aufnehmen können. In seinen Studien und Wortmeldungen  erklärt er komplizierte historische Situationen mit großer gedanklicher Sorgfalt, mit Witz und mit einer komplexen, aber nie unverständlichen Sprache – viele Texte sind längst zu einem prominenten Bestandteil der Historiografie der Geschichte der Arbeiter*innenbewegung geworden.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung verliert mit Thomas Welskopp einen herausragenden Experten, engen Freund und Verbündeten für ihre historische Arbeit. So erschien seine Habilitationsschrift „Das Banner der Brüderlichkeit. Die deutsche Sozialdemokratie zwischen Vormärz und Sozialistengesetz“ in der von der FES herausgegebenen Reihe Politik- und Gesellschaftsgeschichte (PGG), er schrieb regelmäßig Beiträge für das Archiv für Sozialgeschichte und übernahm auf zahlreichen Fachtagungen des Archivs der sozialen Demokratie ganz unterschiedliche Rollen, vom Keynote-Speaker bis zum Kommentator, der immer pointiert, aber nie persönlich verletzend zuspitzte. Daneben hat er sich über viele Jahre in der Studienförderung als Vertrauensdozent engagiert, da ihm Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit eine Herzensangelegenheit waren. Wir haben ihn als äußerst liebenswerten und zugewandten Menschen erlebt und werden ihn sehr vermissen.

Professor Dr. Thomas Welskopp starb am 19. August 2021 mit nur 59 Jahren an den Folgen einer schweren Erkrankung.

Die Zitate von Thomas Welskopp stammen aus: Ders., Mehr Geschichte – aber ohne falsche Nostalgie. Zu Norbert Seitz, Vorsicht Dino-Falle!, in: Berliner Republik 1/2013, S. 90 f.

Thomas Welskopp, Das Banner der Brüderlichkeit. Die deutsche Sozialdemokratie zwischen Vormärz und Sozialistengesetz (Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung, Reihe Politik- und Gesellschaftsgeschichte, Bd. 54), Bonn 2000 (zugl. Habilschrift FU Berlin, 1999).

Der Text erschien zuerst auf der Seite der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Aufruf zur Unterstützung der Pflanzaktion Baum

Bild: Wiebke, Markus und Anja im Teuto
Zusammen mit Wiebke Esdar haben der Sprecher und die Sprecherin des Arbeitskreises Umwelt & Klimaschutz der SPD -  Markus Link und Anja Bonte - sich ein Bild von der Situation vor Ort gemacht.

Lange Trockenperioden haben dem Bielefelder Wald zu schaffen gemacht. Wer in diesen Tagen Spaziergänge durch den Teutoburger Wald macht oder an ihm vorbeifährt, sieht viele kahle Stellen und große Bereiche mit vertrockneten und abgestorbenen Bäumen. Dabei ist der „Östliche Teutoburger Wald“ als Heimat von seltenen und zum Teil gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, wie Schwarzspecht, Uhu, Zauneidechse, Violetter Sommerwurz und Purpur-Knabenkraut als Natura 2000 Schutzgebiet ausgewiesen und  nach Angaben des Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen als „unverzichtbare ‚Drehscheibe‘ im Biotopverbund ausgedehnter, historisch alter Waldbereiche in Nordwestdeutschland“ aufgeführt. Der Erhalt und die Entwicklung des Waldes, insbesondere eine Umwandlung von Nadelwald in Buchenwald sind ausdrückliche Ziele des Natura 2000 Gebietes. 


Neben der Heimat für Tiere und Pflanzen ist der Wald auch ein wichtiger CO2-Speicher und damit ein bedeutender Mitspieler im Kampf gegen den Klimawandel. Eine Wiederaufforstung der kahlen Waldbereiche mit Bäumen, die an die Klimabedingungen vor Ort angepasst sind, ist unverzichtbar. Gemeinsam mit Wiebke Esdar rufen der Sprecher und die Sprecherin des Arbeitskreises Umwelt &  Klimaschutz daher dazu auf, die Pflanzaktion Baum der Klimawoche Bielefeld durch Spenden zu unterstützen. Die Klimawoche findet vom 18. - 26. September statt. Nähere Informationen dazu finden sich auf der Webseite der Klimawoche Bielefeld:

https://klimawoche-bielefeld.de/pflanzaktion-baum/

Der Ausbildungspakt für Bielefeld kommt

Liebe Bielefelder*innen,

nicht erst seit der Corona-Krise ist der Ausbildungsmarkt in einer schwierigen Situation. Bei den jährlich abgeschlossenen Ausbildungsverträgen gibt es einen deutlichen Rückgang, gleichzeitig gingen bei der Suche nach einer dualen Ausbildung viele junge Menschen leer aus. Oftmals fallen diese jungen Menschen durch das Raster und rutschen in eine dauerhafte Arbeitslosigkeit. Die SPD hat sich auf Bundesebene und auch im Bielefelder Stadtrat stark mit dem Thema auseinandergesetzt und Konzepte erarbeitet.

Daher laden wir Euch ein zu der Diskussionsveranstaltung:

"Der Ausbildungspakt für Bielefeld kommt" am 11.08.2021 von 18:00-19:00 Uhr als Online-Veranstaltung.

Mit dem Bielefelder Ausbildungspakt streben wir eine Ausbildungsgarantie an. Mit einer Reihe von Fachexpert*innen und in enger Abstimmung mit den Gewerkschaften entstand die Idee eines jährlichen Ausbildungsfond in Höhe von 2 Millionen Euro sollen Förderlücken geschlossen werden und Unversorgte angesprochen werden. Jeder Euro, der in die Hand genommen wird, zahlt sich mehrfach wieder aus.

Anmelden könnt Ihr Euch unter folgendem Anmeldelink:

Unsere Bundestagsabgeordnete Dr. Wiebke Esdar, die stellv. Fraktionsvorsitzende der SPD-Ratsfraktion Regine Weißenfeld und unser sachkundiger Bürger im Sozial- und Gesundheitsausschuss Felix Eggersglüß freuen sich über Ihre Teilnahme!

#GEMA1NSAM FÜR RESPEKT
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Soziale Berufe aufwerten – das darf keine Phrase bleiben. Wir wollen umsetzen, was überfällig ist: bessere Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Personal! Du willst auch den sozialen Berufen endlich den Stellenwert geben, den sie verdienen? Super! Gemeinsam schaffen wir echte Veränderung!

Drei Babys müssen gewickelt werden, während ein viertes schreit. Fürs Trösten bleibt dem Erzieher wenig Zeit, denn schon muss er in die Küche hechten, um das Mittagessen vorzubereiten. Eine Altenpflegerin hastet von Zimmer zu Zimmer, für jeden Handgriff sind nur wenige Sekunden eingeplant, für ein liebes Wort zwischendrin ist kaum noch Zeit. Gleichzeitig sorgen sich beide, wie sie am Ende des Monats ihre Rechnungen bezahlen sollen.

Respekt und Wertschätzung sehen anders aus. In den Krankenhäusern, in den Kitas, in den Altenpflegeeinrichtungen und an vielen anderen Orten halten die Beschäftigten in den sozialen Berufen den Laden am Laufen – und das nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie. Aber die Krise zeigt noch einmal deutlich:

Es besteht Handlungsbedarf! Wir wollen umsetzen, was überfällig ist: bessere Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Personal!

@Colourbox

@Colourbox

Wir wollen den sozialen Berufen endlich den Stellenwert geben, den sie verdienen. Mit der Union war das bisher nicht möglich. Denn wir finden: Es reicht kein Applaus aus und auch nicht, Berufe als „systemrelevant“ zu bezeichnen. Wertschätzung muss sich im Arbeitsalltag und auch am Ende des Monats im Gehalt widerspiegeln! Aktuell betrifft das vor allem Frauen, die einen Großteil der Beschäftigten in den sozialen Berufen ausmachen. Die sozialen Berufe sollen spürbar aufgewertet werden und dafür haben wir einen klaren Plan.

  • Wir wollen die Lohn- und Arbeitsbedingungen in der Pflege schnell verbessern. Unser Ziel sind allgemeinverbindliche Branchentarifverträge und eine Erhöhung der Pflege-Mindestlöhne.

  • Wir wollen die Arbeits- und Stressbelastung abbauen. Pflegenotstand darf kein Dauerzustand sein!

  • Wir wollen für mehr Personal sorgen und hierzu unter anderem eine bundeseinheitliche Regelung herbeiführen, die in den sozialen Berufen den Personaleinsatz am tatsächlichen Personalbedarf ausrichtet. So schaffen wir Entlastung.

  • Bei den erzieherischen Berufen ist es unser Ziel, die Zahl der Nachwuchskräfte bis 2030 zu verdoppeln.

  • Für uns gilt auch: Ausbildungen müssen attraktiv, vergütet und schulgeldfrei gestaltet sein.

Gute Bedingungen sind schon lange überfällig, hier und heute für die Beschäftigten in den sozialen Berufen, aber auch, um in Zukunft mehr Menschen für diesen Bereich zu gewinnen.

Soziale Berufe aufwerten – das darf keine Phrase bleiben. Schaffen wir gemeinsam echte Veränderung!

Am 1. Mai ist der Tag der Arbeit. Lass uns diesen Tag nutzen, um Seite an Seite mit den Arbeitnehmer*innen für bessere Bedingungen in der Pflege und anderen sozialen Berufen zu kämpfen.

#GEMA1NSAM SIND WIR STARK!