Einladung zum 12. politischen Abendbrot des SPD-Ortsverbandes Hillegossen

Termin: Montag, 30. Oktober 2023 | 19.30 Uhr | Stadtteilküche Sieker, Greifswalder Str. 15, Bielefeld

Die EU als Friedensmacht! Aktuelle Herausforderungen.

Zu unser aller Entsetzen eskalierten in den vergangenen Tagen und Wochen schwelende Konflikte in Nahost und der grausame Stellungskrieg Russlands gegen die Ukraine. Ein unvorstellbares Gemetzel findet in diesen Krisenregionen statt, und andere schwerwiegende Probleme wie die gewaltige Anzahl Hungernder weltweit, die so groß ist wie die Anzahl aller Europäerinnen und Europäer zusammen, geraten völlig in den Hintergrund. Die SPD Hillegossen hatte seinerzeit eine Friedensresolution verfasst, um diesem Entsetzen Ausdruck zu verleihen und der Friedensdiskussion einen Anschub zu geben. Zu diesem Thema haben wir den Europaabgeordneten Dietmar Köster eingeladen, der gemeinsam mit unserem Europakandidaten Ingo Stucke mit uns ins Gespräch kommen möchte.

Die Veranstaltung findet in der integrativen Stadtteilküche in Sieker in der Greifswalder Str. 15 statt, wo für diese Veranstaltung auch Brot gebacken wird, mit dem wir das Abendessen zu unserem politischen Abendbrot verfeinern möchten.

Info zu Dr. Dietmar Köster:

● geb. 1957

● vormals Professor für Soziologie an der FH Dortmund

● Mitglied des Landesvorstands der NRWSPD

● seit 2014 Mitglied des Europäischen Parlaments:

● Außenpolitischer Sprecher der SPD-Europaabgeordneten

● Mitglied im Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten (AFET)

● Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte (DROI)

● Stv. Mitglied im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (LIBE)

● Mitglied der US-Delegation (Delegation für die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten)

● Mitglied der Iran-Delegation (Delegation für die Beziehungen zu Iran)

● Stv. Mitglied der Israel-Delegation (Delegation für die Beziehungen zu Israel)

Infos zu unserem Europakandidaten Ingo Stucke:

Ingo Stucke kandidiert für die SPD zur Europawahl am 9. Juni 2024. Der Pfarrer meint: “Die EU ist ein einzigartiges Friedensprojekt. Wir dürfen sie nicht den Populisten und Nationalisten überlassen.” Seit seiner Jugend ist er in der SPD Hillegossen verwurzelt und ist nun stv. UB Vorsitzender in Bielefeld sowie Beisitzer im Regionalvorstand der SPD OWL-Lippe.

Wir bitten aus organisatorischen Gründen um Anmeldung bis Sonntag, 29. Oktober bei jochenbunte@unitybox.de oder Tel.: 01522 745 0 415 (AB).

ParteiAnn Katrin Brambrink
Sanae Abdi diskutiert bei der SPD Bielefeld

Diskussionsveranstaltung zum GEAS mit Sanae Abdi, Entwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion

Dienstag, 24.10.2023, 18 Uhr

Historisches Museum, Ravensberger Park

Die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems - kurz GEAS - wird derzeit in Brüssel beraten. Neben dem Ringen um ein solidarisches europäisches Vorgehen in der Migrationspolitik geht es dabei vor allem um die Standards für ein verpflichtendes Verfahren an den EU-Außengrenzen. Wird dadurch eine "Festung Europa" geschaffen und der Schutz geflüchteter Menschen ausgehöhlt? Bringen die Reformpläne eine gerechtere Verteilung der Geflüchteten in die EU-Mitgliedsstaaten? Werden die humanitären Bedingungen an den Außengrenzen verbessert? Oder verzögern sich die Verfahren, so dass sich der Verbleib an den EU-Außengrenzen für Geflüchtete sogar verlängert?

Diese und andere Fragen nimmt Sanae Abdi, die entwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion auf. Unter der Moderation von Feride Ciftci, Gewerkschaftssekretärin des DGB, wird sie einen Überblick über den Stand der Reform und die aktuellen Lösungsansätze geben. Interessierte sind herzlich willkommen.

Ann Katrin Brambrink
Haus des Handwerks gekauft - Wichtiger Schritt für Zukunft des Gymnasiums am Waldhof

Wir haben das Haus des Handwerks gekauft und sind damit einen wichtigen Schritt in Richtung einer besseren Zukunft für das Gymnasium am Waldhof gegangen. Das Gymnasium am Waldhof platzt räumlich aus allen Nähten und ist baulich für eine Dreizügigkeit ausgelegt. De facto werden dort bereits seit Jahren vier Züge beschult, was der Rat 2019 anerkannt hat und einstimmig mit den Stimmen der CDU und FDP eine Vierzügigkeit beschlossen hat. Dies entspricht auch der Schulentwicklungsplanung, die uns in Bielefeld einen Mehrbedarf von bis zu zehn weiteren gymnasialen Zügen prognostiziert hat. CDU und FDP fordern nun aber die Rückkehr zur Dreizügigkeit und zeigen damit, dass auf sie in der Schulpolitik kein Verlass ist.

Aus zahlreichen Gesprächen mit der Schulleitung des Gymnasiums am Waldhof sowie Lehrer*innen und Eltern ist der Wunsch nach einer Sanierung und räumlichen Erweiterung eindeutig. Die Schule verlässt sich daher darauf, dass der Beschluss von 2019 auch baulich umgesetzt wird. Neben der Sanierung des Bestandsgebäudes und der Erweiterung ist auch der Neubau einer dringend benötigten Sporthalle geplant. Da das beliebte Gymnasium mitten in der Altstadt liegt, braucht es für die Vierzügigkeit den Kauf des angrenzenden „Haus des Handwerks“, welcher letzte Woche vollzogen wurde.

Die Verwaltung hat für die Umsetzung insgesamt vier Varianten erarbeitet, die in ihrer Umsetzung 60-80 Mio. Euro kosten sollen. Schenkt man den Aussagen von CDU und FDP Glauben, wird dieses Geld lediglich in die Erweiterung des vierten Zuges investiert. Es wird vollkommen ausgeblendet, dass alleine die notwendige Bestandssanierung und der Bau der Sporthalle mindestens 40 Mio. Euro kosten werden. Das ist eine bewusste Irreführung und Verzerrung der Wirklichkeit seitens der Opposition. Doch selbst wenn auf die Erweiterung verzichtet werden würde, könnten die beiden Maßnahmen nicht ohne den Kauf des „Haus des Handwerks“ umgesetzt werden.

Der Bau einer neuen Sporthalle würde zu massivsten Einschränkungen des Schulalltags führen. Denn dann ist eine Baustellenzufahrt nur über den Schulhof von der Straße „Waldhof“ aus möglich. Die LKWs und Baustellenfahrzeuge fahren dann mitten über den Schulhof zwischen Gymnasium am Waldhof und Ratsgymnasium. Diese massive Einschränkung wollen wir den Kindern nicht zumuten. Auch diese Wirklichkeit blenden CDU und FDP völlig aus und nehmen den Baustellenverkehr über den Schulhof bewusst in Kauf. Wir machen Schulpolitik für die Schüler*innen und investieren viel Geld in Gesamtschulen, Realschulen, Sekundarschulen und Gymnasien. Die Bildung unserer Kinder ist es uns wert.

RatsfraktionSven Frischemeier
Die SPD Bielefeld trauert um Waltraud Hessedenz

* 28.08.1937      † 11.07.2023

Waltraud Hessedenz

Viele kennen Waltraud Hessedenz aus ihrer Bielefelder Zeit als Geschäftsführerin der Verwaltungsstelle Bielefeld-Paderborn der Gewerkschaft Textil-Bekleidung (GTB). Nach ihrem Wechsel nach Düsseldorf war sie das letzte weibliche Mitglied des Geschäftsführenden Hauptvorstands der Gewerkschaft Textil-Bekleidung. Der Gewerkschaftstag 1986 in Aachen übertrug ihr erstmals diese Funktion, 1990 und 1994 wurde sie wiedergewählt, zu Ende 1997 legte sie aus gesundheitlichen Gründen ihr Amt nieder. Lange Zeit hatte sie die Verantwortung für den Bereich Mitgliederwerbung, für die Frauen- und Jugendarbeit. In den letzten Jahren gehörten noch die Abteilungen Organisation und Berufliche Bildung zu ihrem Bereich.

Waltraud Hessedenz hatte in Herford eine Ausbildung (Höpker Söhne) zur Näherin absolviert und sich bereits während der Ausbildung in der gewerkschaftlichen Jugendarbeit engagiert. Nach dem Besuch der Sozialakademie in Dortmund wurde sie 1966 als politische Sekretärin bei der GTB eingestellt. Seit 1967 arbeitete sie in der Verwaltungsstelle Bielefeld und im Frühjahr 1971 wurde sie dort zur Geschäftsführerin gewählt, eine Aufgabe, die sie bis zur Wahl in den Hauptvorstand wahrnahm. In dieser Zeit erlebte die Textilindustrie einen umwälzenden Strukturwandel mit rasantem Beschäftigungsabbau. In der Bekleidungsindustrie fielen tausende Arbeitsplätze in ihrer Verwaltungsstelle der Produktionsverlagerung in Billiglohnländer zum Opfer. Wie sehr Waltraud aktive und junge Kolleginnen und Kollegen förderte, zeigt sich darin, dass allein aus ihrer Verwaltungsstelle sieben Personen hauptamtlich wurden. In der Tarifpolitik war sie eine hörbare Stimme der Bekleidungsindustrie. In der Bundestarifkommission setzte sich Waltraud Hessedenz insbesondere für die Lohngleichheit und die gerechte Bezahlung der Näherinnen ein.

Die Forcierung und Systematisierung der Mitgliederwerbung, die GTB als Mitmachgewerkschaft, verbinden sich mit ihrer Hauptvorstandstätigkeit, ebenso wie die Frauenförderpläne. Diese waren nicht nur organisationsintern ausgerichtet, sondern sollten gleichfalls die Bedingungen für Frauen in den Betrieben verbessern. Offenheit und kreative Formen waren ihr sowohl in der politischen Frauenarbeit, wie in der Jugendarbeit, wichtig.

Waltraud war außerdem 36 Jahre lang in der Selbstverwaltung der Rentenversicherung tätig. Zur Zeit von Johannes Rau als NRW-Ministerpräsident war sie in den 1980-er Jahren Mitglied des Landesvorstandes der SPD.