SPD stellt sich neu auf

In herausfordernden politischen Zeiten hat die SPD Bielefeld auf ihrem Parteitag am 23. und 24. Januar in der Gesamtschule Quelle einen neuen Vorstand gewählt und sich auf die kommenden Jahre eingestimmt. Rund 170 Delegierte debattierten zum Teil leidenschaftlich und verabschiedeten mehr als 30 inhaltliche Anträge, die klar eine sozialdemokratische Handschrift tragen. Ziel ist es, künftig noch sichtbarer und mit starken Inhalten aufzutreten.

Ein besonderer Moment des Parteitags war der Abschied von Wiebke Esdar aus dem Amt der Vorsitzenden, das sie zehn Jahre lang innehatte. In ihrem Abschied betonte sie ihre weiterhin enge Verbundenheit mit der Partei und der Stadt:

„Ich gehe heute als Vorsitzende, aber ich bleibe mit voller Überzeugung und großer Leidenschaft die direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für Bielefeld. Ich werde auch weiterhin alles daransetzen, die Interessen unserer Stadt und unserer SPD Bielefeld in Berlin kraftvoll zu vertreten“, erklärte Esdar.

Zum neuen Vorsitzenden wurde Markus Kollmeier gewählt. In seiner Antrittsrede machte er deutlich, welchen Anspruch der neue Vorstand an die kommende Arbeit hat:

„Gemeinsam mit einem starken Vorstand und den vielen engagierten Genossinnen und Genossen wollen wir wieder klar zeigen, wofür unsere Partei steht: für soziale Gerechtigkeit, Zusammenhalt und eine Politik, die die Menschen in Bielefeld in den Mittelpunkt stellt“, so Kollmeier.

Zum geschäftsführenden Vorstand der SPD Bielefeld gehören künftig Markus Kollmeier als Vorsitzender sowie Christina Kampmann, Evin Kina, Ingo Nürnberger als Stellvertretung und Prof. Riza Öztürk als Schatzmeister. Gemeinsam übernehmen sie die Verantwortung im geschäftsführenden Vorstand.

Unterstützt wird der geschäftsführende Vorstand durch einen breit aufgestellten Gesamtvorstand, dem als Beisitzerinnen und Beisitzer Lena Bartsch, Jörg Benesch, Charlotte Bergander, Carina Brodehl, Melchior Fluhme, Sven Hellbusch, Mohamad Kardan, Birol Keskin, Lisa Marie Krätschmer, Sarah Leffers, Friederike Reimers, Thorsten Schätz und Mirjam Welz angehören.

Der neue Unterbezirksvorstand bildet damit eine starke Grundlage für die kommende politische Arbeit der SPD vor Ort.

Der Parteitag markiert zugleich einen wichtigen Schritt in Richtung der weiteren politischen Weichenstellungen in der Stadt. Am 5. Februar folgt ein Mitgliederparteitag, auf dem über einen möglichen Koalitionsvertrag für eine Zusammenarbeit im Bielefelder Stadtrat mit der CDU abgestimmt wird.

Die SPD Bielefeld hat trotz schwieriger Vorzeichen im Vorfeld des Parteitags deutlich gemacht: Sie stellt sich den aktuellen Herausforderungen geschlossen, inhaltlich profiliert und mit dem festen Willen, die Zukunft der Stadt aktiv mitzugestalten. Dies wurde in vielen Reden deutlich betont.

ParteiSven Frischemeier