Die SPD FRAUEN Bielefeld haben im Rahmen der jüngsten Mitgliederversammlung einen neuen gewerkschaftlich geprägten Vorstand gewählt und setzen zugleich ein starkes inhaltliches Signal: Das Thema "Gewalt an Frauen" rückt verstärkt in den Fokus der zukünftigen Arbeit. Ute Herkströter übernimmt den Vorsitz. Ihre Stellvertreterin Manuela Friebe und die weiteren Vorstandsmitglieder Charlotte Bergander, Anja Bonte, Stephanie Bublitz, Julia Kollmeier, Sarah Leffers und Meclin Sahan unterstützen sie bei ihrer neuen Aufgabe.
"Wir bedanken uns bei der Genossin Dilani Narenda, unserer ehemaligen Vorsitzenden, ausdrücklich für ihr großes Engagement und die geleistete Arbeit", betont Ute Herkströter "Gleichzeitig sehen wir uns in der Verantwortung, unsere politische Arbeit weiter zu stärken und aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen aktiv anzugehen."
Ein zentrales Anliegen der neuen Vorstandsarbeit wird die verstärkte Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt an Frauen sein. Trotz wachsender öffentlicher Aufmerksamkeit ist geschlechtsspezifische Gewalt weiterhin ein drängendes Problem in Deutschland und weltweit. Gewalt gegen Frauen hat viele Facetten und darf nicht als privates Problem oder Beziehungsdrama wahrgenommen werden. Gewalt gegen Frauen ist Ausdruck struktureller Ungleichheit. Das Gewalthilfegesetz ist ein erster Schritt. Wir SPD-Frauen Bielefeld setzen uns für die konsequente Finanzierung, Umsetzung und Weiterentwicklung der dort gesetzlich festgelegten Maßnahmen ein. Wir wollen Betroffenen eine Stimme geben, Strukturen sichtbar machen. Uns fehlt der Aufschrei in der Öffentlichkeit. Wie viele Frauen müssen noch sterben, bis Gewalt gegen Frauen zur politischen Priorität wird?
Neben der politischen Arbeit möchten die SPD-Frauen Bielefeld ein Ort der feministischen Vernetzung, für queer feministische Perspektiven und der gegenseitigen Unterstützung sein.