Pressespiegel:
Anreize für bessere Förderkonzepte
Wolfgang Jörg zu Besuch in Kita Oberlohmannshof

Jöllenbeck. Nach ihrem Neubau im Herbst 2011 gilt die Kindertagesstätte am Oberlohmannshof als eine der modernsten Nordrhein-Westfalens. Wolfgang Jörg, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, war jetzt auf Einladung des örtlichen Landtagsabgeordneten Georg Fortmeier zu Gast in der Kita. Sein Ziel: erhellende Einblicke in das seit Jahrzehnten erfolgreiche pädagogische Konzept zu gewinnen.
Die „zweifellos großartigen neuen Räumlichkeiten“ (Jörg) seien dabei nur ein Teil der guten frühkindlichen Förderung, die dort geleistet werde. Kinder, auch unter drei Jahren, könnten hier frei forschen, spielen und mit ihren Talenten experimentieren. „Den Kindern Raum zur Entfaltung zu lassen ist einer der wichtigsten Punkte des Konzepts“, sagte Tim Kähler, Sozialdezernent der Stadt Bielefeld.
Eingeteilt werden die Kinder nur noch gemäß ihres Alters. Tiger-, Bären- und Ameisengruppe gehören der Vergangenheit an. Stattdessen gibt es Mal- oder Spielgruppen, zwischen denen die Kinder je nach Interesse wechseln können. „Alle Kinder lernen nun mal unterschiedlich“, sagte Heide Marie Syassen, langjährige Leiterin der Kita. Jörg: „Hier ist schon teilweise Praxis, was im Landtag derzeit für übergreifende Konzepte diskutiert wird.“
Elementarbildende Einrichtungen wie Kindergärten förderten früh die kindlichen Talente, darum müsse ihr Wert auch durch die Politik gestärkt werden, sagte Kähler. Trotzdem müsse auch ehrlich definiert werden, wie die Finanzierung der weitreichenden Einführung solcher Konzepte gestemmt werden könne. Nach Ansicht von Jörg müsse diese steuerfinanziert sein. Dazu bedürfe es aber wohl eines neuen Steuerrechts auf Bundesebene. Jörg: „Weil der Nutzen guter frühkindlicher Bildung ein gesamtgesellschaftlicher ist, muss er auch so finanziert werden.“
Die Kita Oberlohmannshof sei nur ein Beispiel für eine solche Förderung. Es gebe in Bielefeld mehrere Kitas, die auch in „weniger idealen Räumlichkeiten“ gute Konzepte verfolgten. Er habe von seinem Besuch viele Förderhinweise erhalten, die er in die Diskussionen im Landtag mitnehmen könne.




