Pressespiegel:

  • Bielefeld, 15. November 2011
Neue Westfälische

Einer der ältesten Ortsvereine in Bielefeld

SPD Untersieker feiert Gründung vor 120 Jahren
Die monatlichen Versammlungen sind eine Tradition, die den Ortsverein Untersieker der SPD auszeichnen. Dies erklärt Gerd Wolf, der erste Vorsitzende des Ortsvereins. Alle Werte, für die die SPD seit fast 150 Jahren stehe, transportiere sie in Sieker durch diese Versammlungen. Der Ortsverein besteht seit 120 Jahren.“

„Darauf legen wir viel Wert, auf breiter Fläche vertreten zu sein“, sagte Helga Gießelmann, SPD-Vorsitzende in Bielefeld, als sie dem Ortsverein ihre Glückwünsche aussprach: „Darauf sind wir Stolz.“ Und das gelinge vor allem durch die Ortsvereine und ihre aktive Arbeit. „Durch sie wissen wir, was die Bürger brauchen, können die Bürger erreichen und sie wissen lassen, wen sie ansprechen können. Das Gesicht der SPD wird sichtbar“.

1891 gründeten 30 Mitglieder den „Allgemeinen Arbeiter Verein“, der sich über die Jahre zum SPD-Ortsverein Sieker entwickelte. Es war die vierte Ortsvereinsgründung in Bielefeld. Stetiger Zuwachs der Mitglieder führte zu einer Aufteilung des Vereins in verschiedene selbstständige Abteilungen. Der daraus entstandene Ortsverein Untersieker hat die vergangenen Jahre mit einem gemeinsamen Mittagessen in der Stammkneipe Sieker-Mitte gefeiert – noch eine Tradition des Vereins. Früher in einer Baracke, jetzt in einer Gaststätte umgeben von einem Wohnblock, fanden alle Veranstaltungen des Vereins bis heute an der gleichen Stelle statt und zeigen ein Stück Tradition und Verbundenheit des Ortsvereins mit dem Stadtteil.

In alten Zeiten schwelgen – das konnten die Mitglieder auf der 120-Jahrfeier vor allem nach den Erzählungen von Karl-Heinz Sieweke. Er wurde auf der Feier für 55 Jahre Mitgliedschaft geehrt und berichtete von seinen Erfahrungen.

Besonders prägend seien die Jahre nach 1945 gewesen, in denen der Ortsverein seine Arbeit wieder aufnahm, sich am Wiederaufbau beteiligte und namenhafte Mitglieder im Rat der Stadt Bielefeld sowie in anderen Gremien und Ausschüssen stellte. „Mit Fritz Vogt wurde jemand aus unserem Ortsverein sogar Bürgermeister der ganzen Stadt“, sagte Wolf.

Begrüßen durften die Mitglieder des Ortsvereins zu ihrer Veranstaltung neben Helga Gießelmann und deren Stellvertreter Ingo Stucke unter anderem auch Bürgermeister Horst Grube. Heute hat der Ortsverein 83 Mitglieder.