Pressespiegel:
Kinder toben nun in modernen Räumen
Familienzentrum Oberlohmannshof: Neubau eingeweiht
Neue Westfälische, 17.10.2011Jöllenbeck. „Ich wäre gerne in so eine Kita gegangen.“ Der städtische Sozialdezernent Tim Kähler sprach während der Einweihungsfeier des Neubaus aus, was wohl viele der rund 300 Gäste dachten. Schon von weitem ist das Gebäude ein Blickfang, das sich im Inneren modern, großzügig und hell präsentiert. Doch bevor die Einrichtung ihrer Bestimmung übergeben werden konnte, waren Kraftanstrengungen von allen Seiten nötig.
Schon im Frühjahr 2008 forderten die Bezirksvertreter die Stadt auf, „die räumliche Ausstattung der Kindertagesstätte angemessen zu verbessern.“
Während einer Begehung (NW vom 19.Juni 2008) machten sich die Politiker ein Bild von den Mängeln in dem über 30 Jahre alten Vorgängerbau. Neben fehlender Räume gab es Probleme mit der Dichtigkeit von Dach und Fenstern. Am Ende stellte sich heraus, dass die Neubau-Lösung wirtschaftlicher ist als eine Sanierung mit Erweiterung. Die Entscheidung der Verwaltung wurde von allen Beteiligten mit Freude aufgenommen. Im April 2010 begann der Abriss der Einrichtung.
In ihrer Begrüßungsrede bedankte sich Heide Marie Syassen, die das Familienzentrum mit Dennis Allen leitet, bei Stadt und Politik dafür, „dass das Projekt entstehen konnte.“ Mitgestaltet und mitgeholfen hätten auch Eltern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, so dass die Räume nun „unverwechselbar“ und „einzig“ seien.
Syassen erinnerte an die vergangenen 15 Monate, in denen die Kinder in acht verschiedenen Wohnungen untergebracht waren. „Wir haben die Verpflegung in einer gemieteten, kleinen Küche sichergestellt. Trotzdem sei „beste pädagogische Arbeit“ geleistet worden. Als Anerkennung verteilte die Kita-Leiterin weiße Rosen an ihr Team. Dennis Allen, der sich die Leitungsstelle seit September 2009 mit Heide Marie Syassen teilt, überraschte die 57-Jährige seinerseits, indem er ihr ebenfalls eine Rose überreichte.
Dann schlug die Stunde der Kinder. Einige der 95 Jungen und Mädchen trugen gelbe Bauhelme, andere waren mit Maurerkelle oder Pinsel ausgerüstet. Unter der Klavierbegleitung von Heinz Wörmann sangen sie das Lied vom Baggerführer Willibald. Dies sorgte für ein Schmunzeln in den Gesichtern der Besucher. Neben Bezirksvertretern, Verwaltungsmitarbeitern, Vereinsvertretern und Nachbarn nahmen Bezirksbürgermeister Jens Julkowski-Keppler, Jugendamtsleiter Georg Epp und der Landtagsabgeordnete Hans-Georg Fortmeier an der Einweihungsfeier teil.
Um das über eine Million teure Bauwerk zu finanzieren, flossen auch Mittel aus dem Konjunkturpaket II und der Betreuung für unter Dreijährige.
„So sollte jede Kita in NRW aussehen“, betonte Tim Kähler. Und weiter: „Wo soll man die Mittel besser anlegen, als für Kinder?“Sie seien die Hoffnungsträger von morgen. An dem Beispiel sehe man, dass Handwerk immer noch goldenen Boden habe. Allerdings gebe es in Bielefeld einige Tagesstätten, die noch nicht in einem guten Zustand seien. „Da müssen wir noch hin“, bekräftigte der Sozialdezernent.



