Pressespiegel:

  • Bielefeld, 28. September 2011
Westfalen-Blatt

Für gutes Klima sorgen

SPD-Positionspapier zur Energiepolitik
»Ohne die geht es nicht«, sagt Marcus Lufen, Leiter der Arbeitsgruppe, die das Papier vorgelegt hat, und Umweltpolitiker der SPD-Ratsfraktion. Die Bürger müssten mit ins Boot geholt werden, wenn es etwa um neue Standorte für Windkrafträder in Bielefeld gehe. Nach dem beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie wird in Bielefeld ein neues Energiekonzept diskutiert. Das Ziel: 40 Prozent weniger Kohlendioxid bis 2020. Mit ihrem Papier will die SPD einen Debattenbeitrag leisten.
Die Sozialdemokraten können sich beispielsweise eine autarke Stromversorgung öffentlicher Gebäude vorstellen. »Technisch ist das bereits möglich«, sagt Lufen und berichtet von einem Besuch im Energy Solution Park der Firma Gildemeister, wo entsprechende Modelle gezeigt werden. Die Stadt könne da zum Vorreiter werden. Das »Bielefelder Fensterprogramm« habe durch den Austausch von Fenstern an lauten Straßen einen wichtigen Beitrag zur Lärmminderung erbracht. Eine Neuauflage könne jetzt zur besseren Wärmedämmung beitragen. »Wir haben das nötige Knowhow der Hersteller vor Ort.«
In jedem Gebäude der Stadtwerke gibt es bereits einen Energiesparbeauftragten. Auch dies wäre ein Vorbild für die Stadt. Steigern will Lufen die »E-Mobilität«. Strom-Tankstellen möchte er »nicht zu Showzwecken in der City«, sondern etwa an den Endhaltestellen der Stadtbahn einrichten. Eine immer größere Rolle spielten Carsharing-Modelle. Bei der individuellen Mobilität werde »benutzen wichtiger als besitzen.«
»Wir sagen auch, was wir nicht wollen«, betont Lufen. Beim Biogas beispielsweise sehen die Sozialdemokraten die Möglichkeiten in Bielefeld ausgereizt. Der SPD-Mann betont auch, dass sich die gewählten Lösungen wirtschaftlich rechnen müssten. Um die Energieversorgung in der Stadt sicherzustellen, sei auch die Beteiligung an einem Gaskraftwerk erforderlich.
SPD-Unterbezirksvorsitzende Helga Gießelmann kündigt an, das Papier solle im kommenden März beim nächsten Unterbezirksparteitag diskutiert werden. Nachgelesen werden kann es im Netz:
www.spd-bielefeld.de