Pressemitteilung:
„Die ersten 7 Jahre sind entscheidend“
Abgeordnete besuchen die Kita Oberlohmannshof

Von Fortmeier als „eine der modernsten Kitas in NRW“ angekündigt, hielten die im vergangenen Herbst bezogenen Räumlichkeiten den Vorschusslorbeeren stand. „Doch das wichtigste ist das pädagogische Konzept und das ist hier hervorragend. Die Räume sind da natürlich noch das Sahnehäubchen obendrauf“, resümierte Wolfgang Jörg nach der Vorstellung der Kita durch die Kita-Leiter Heidemarie Syassen und Dennis Allen. Insbesondere die thematische Aufteilung, dass die Kinder je nach persönlicher Interessenlage in unterschiedlichen Themenräumen die Möglichkeiten bekommen, um zu spielen, zu forschen, zu werken und vieles mehr, begeisterte die Gäste. Wolfgang Jörg kündigte für ein neues Kindergartengesetz an, dass solche Überlegungen darin eine zentrale Rolle spielen werden: „Wir wollen nicht zentral festschreiben, wie und ob an starren Gruppen festgehalten wird. Es ist schön und freut mich, dass wir uns in Düsseldorf Gedanken machen, die hier schon vorgelebt werden.“
Das neue Gesetz, dessen Referentenentwurf im Februar/März veröffentlicht und dann mit den Betroffenen diskutiert werden soll, sieht u. a. vor, die Sprachförderung komplett umzubauen und in pädagogische Konzepte einzubetten, Delfin 4 somit abzuschaffen, das pädagogische Fachpersonal zu entlasten und den Einsatz von Pfleger/innen und Hauswirtschafter/innen zu verstärken, sowie die Verteilung der Finanzierung vor Ort den Jugendämtern zu überlassen, „da die am besten wissen, wo das Geld am dringendsten benötigt wird. Das darf nicht von Düsseldorf aus geregelt sein“, so Jörg weiter.
„Bildung darf nicht gebühren-, sondern muss steuerfinanziert sein. Es profitieren alle von der Ausbildung der Kinder, die später in der Gesellschaft wichtige Funktionen übernehmen. Daher sind die Gebührenfreiheit von Bildung und die Qualitätsverbesserungen immer gemeinsam zu betrachten“, ergänzte Georg Fortmeier die gesamtgesellschaftliche Perspektive. „Wir müssen in der Finanzpolitik umsteuern. Weg vom Ressortdenken, hin dazu, wo der größte Nutzen für die Gesellschaft möglich ist. Und das ist ganz klar im Bildungsbereich. Von der Kita bis zur Hochschule.“
Dass die Stadt Bielefeld diese Aufgabe bereits angenommen hat, verdeutlichte Sozialdezernent Tim Kähler: „Wir haben das Ziel, eine Betreuungsquote von 35% im U3-Bereich bis 2013 zu erreichen, bereits jetzt mit über 34% fast erreicht und werden in den nächsten 2 Jahren sogar auf 43% kommen, indem wir weitere 1036 Kita-Plätze schaffen, davon 186 auch im Ü3-Bereich. Ziel muss sein, dass wir die benötigten Fachkräfte selbst hier vor Ort ausbilden.“
Die Kita-Leiter Syassen und Allen ergänzten mit einem Goethe-Zitat: „Wüchsen die Kinder in der Art fort, wie sie sich andeuten, so hätten wir lauter Genies.“




