19. Februar 1967: Heute vor 50 Jahren starb Politiker und Verleger Emil Gross in Bielefeld

Emil Gross (Stadtarchiv Bielefeld)

Heute vor 50 Jahren, am 19. Februar 1967 ist Emil Gross, eine der großen Persönlichkeiten der Bielefelder Sozialdemokratie verstorben. Gross, der unter anderem für die Wiedergründung der SPD nach dem zweiten Weltkrieg sowie die Gründung der deutschen Presseagentur verantwortlich war, wirkt bis heute durch sein Schaffen auf die Partei nach. Anlässlich zu seinem Gedenken, hat das Stadtarchiv Bielefeld die Stationen seines Lebens noch einmal eindrucksvoll nachgezeichnet:

Es war eine der „größten und eindrucksvollsten Trauerfeiern“, die Bielefeld in der noch jungen Bundesrepublik erlebt hatte. Am 23. Februar 1967 gaben mehr als tausend Menschen einem Mann ihr letztes Geleit, der nach dem Zweiten Weltkrieg an der politischen Entwicklung Bielefelds und Nordrhein-Westfalens maßgeblich beteiligt war, dessen Wort in der Stadt, im Land und im Bund Gewicht hatte: Emil Gross. Der Verleger und sozialdemokratische Politiker war am 19. Februar 1967 im Alter von 62 Jahren an einem Schlaganfall gestorben. Welche Bedeutung sein Tod in den verschiedenen politischen Milieus der Stadt hatte, konnte den Nachrufen der Bielefelder Tageszeitungen entnommen werden. Während das konservative Westfalen-Blatt respektvoll Abschied nahm und dem Verstorbenen attestierte, dass sein Name „im Buch der Stadt unauslöschlich eingeprägt“ bleibe, berichtete die von Gross herausgegebene Freie Presse gleich über mehrere Seiten über sein Lebenswerk und machte zwischen den Zeilen deutlich, dass mit ihm eine Ära zu Ende gegangen sei, dass sein Tod eine Zäsur darstelle. Wer war Emil Gross, an den heute in der westlichen Innenstadt ein Platz gleichen Namens erinnert?